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Von der Akte ins Buch – der Wahrheit und dem Recht auf der Spur

22. Mai 2026/in Frank Esche/von Klaus Gromer

Mit dem vierten Band Thüringer Mord-Pitaval liegt nun ein weiteres Werk aus der beliebten Sachbuchreihe vor. Auf Grund des enormen Interesses an den ersten beiden Thüringer Mord-Pitaval-Bänden aus dem Genre True Crime (erschienen 2016 und 2017) kam es 2021 zur Publikation des dritten Bandes dieser Reihe.

Die große Nachfrage nach den hier aus der Zeit von 1915 bis 1960 thematisierten wahren Kriminalfällen und eine an das Landearchiv Thüringen–Staatsarchiv Rudolstadt gerichtete Anfrage aus Brasilien zu einem mysteriösen, spektakulären Mordfall führte dann nach vornehmlich umfangreichen Akten- und Zeitungsrecherchen in zahlreichen Archiven des Landes Thüringen zu dem hier vorliegenden vierten Band über, wie es in früherem Sprachgebrauch oft hieß, erscheckliche Mord- und Übeltaten.

Aus dem Auskunftsschreiben des brasilianischen Staatsbürgers ging hervor, dass er Näheres über den 1920 an seinem Verwandten Gustav Hermann Engel im kleinen thüringischen Ort Friedebach verübten Mord erfahren wollte. Da jedoch der Name des Mörders nicht bekannt war, erwiesen sich Aktenrecherchen nach relevanten Vorgängen zunächst als außerordentlich kompliziert und zeitaufwändig. Der Fall galt lange Zeit als sogenannter Cold Case.

Schließlich konnte der Autor des hiermit vorliegenden vierten Bandes unter anderem durch Anfragen an verschiedene Institutionen, umfangreiche Aktenermittlungen sowie auch durch das Aufsuchen des Tatortes Friedebach, Schritt für Schritt die Mordumstände und das Schicksal der Mörder ermitteln.

Zwei arbeitslose jungen Männer hatten sich sehr zeitig in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 1920 auf den Weg begeben, um bei einem als vermögend geltenden Bauern zu einer räuberischen Tat zu schreiten. Gegen sieben Uhr erreichten sie das lückenhaft bebaute, sich weithin durch das Tal ziehende thüringische Waldhufendorf Friedebach, einem kleinen verschlafenen Ort. Der Morgen des für die Jahreszeit zu kalten, trüben und dazu stürmischen Tages hatte kaum Bewohner aus den Bauernhäusern gelockt. Die Männer gingen zielstrebig auf das Gut des 51-jährigen Landwirts Hermann Engel zu und glaubten das Gehöft ungesehen betreten zu können, denn sie wähnten den alleinstehenden Besitzer bei seiner Schwester in Ranis. Ihr Irrtum sollte sich als äußerst verhängnisvoll erweisen. Beim Betreten des Hofes wurden die beiden Männer von Engel, der gerade Arbeiten im Kuhstall verrichtete, sofort wahrgenommen und dieser wünschte den Ankömmlingen einen guten Morgen. Kurz darauf begingen die jungen Männer einen brutalen Raubmord an Engel. Der Mord an dem begüterten Bauer konnte trotz intensiver Suche nach den Tätern erst 1937 gesühnt worden, also 17 Jahre nach dem brutalen Mord an Hermann Engel!

Nach kurzer Beratung verkündete das Rudolstädter Gericht das Urteil, so wie es der Staatsanwalt Schwartz beantragt hatte. Der SS-Mann Paul Wagner wurde wegen Totschlags nach § 214 StGB zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, während sein Komplize nicht mehr zu Verantwortung gezogen werden konnte, da dieser aus gesundheitlichen Gründen bereits seit Jahren in einer geschlossenen Heil- und Pflegeanstalt untergebracht war.

Einige Fotos zu diesem Fall wurden von dem erwähnten brasilianischen Staatsbürger freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Bild 1: Mörder Paul Wagner

Im vierten Band Thüringer Mord-Pitaval werden 27 Schwerstverbrechen aus der Zeit von 1808 bis 1978 exakt nach Originalakten rekonstruiert. Dabei wird auf manches längst der Vergessenheit anheimgefallene Schwerstverbrechen in der thüringischen Geschichte eingegangen. Die akribisch aufgearbeiteten Kriminalfälle legen dabei nicht nur ein Zeugnis menschlicher Brutalität und Grausamkeit ab, sondern informieren auch über die Aufklärungsarbeit von Polizei und Justiz.

Bild 2: Grab des ermordeten Hermann Engel in Friedebach

Die Motive der Mörder und auch Mörderinnen reichten von Hass, Rache, der Angst vor sozialem Niedergang und Verarmung bis hin zu Liebe und Eifersucht. Diesen zum Opfer fielen fremde Personen und Nachbarn, aber oftmals auch Familienangehörige wie Ehemänner, Schwiegerväter, Schwiegermütter oder auch die eigenen Kinder. Gemordet wurde mit „Waffen“ wie Pistole, Axt, Messer bzw. Rasiermesser, aber auch durch Strangulation, Vergiftung und andere Methoden wurden „unliebsame Zeitgenossen“ aus dem Leben gerissen. Die Vorgehensweisen der Täter reichten von detaillierter Planung eines Mordes bis hin zur Tötung im Affekt.

Besondere Aufmerksamkeit wird in dem Sachbuch besonders brisanten Fällen aus den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl geschenkt, die weit über die Landesgrenzen Thüringens hinaus mediale Beachtung erfuhren und deren Aufklärung zum Teil Justiz- und Kriminalgeschichte schrieben.

In Thüringen wurden in der Zeit der Weimarer Republik, während der NS-Diktatur und auch in DDR-Bezirken Todesurteile ausgesprochen. Aufschluss über deren Vorbereitung und Vollzug in der Zeit der Weimarer Republik gibt die im Buch abgedruckte Verfügung des Thüringischen Ministeriums für Volksbildung und Justiz vom 20. November 1924 über die Vollstreckung der Todesstrafe.

Am Schluss des Buches antwortet der Autor auf ihm während zahlreicher Buchlesungen und PowerPoint-Vorträgen gestellte Fragen zu seinen True Crime Büchern Thüringer Mord-Pitaval und Thüringer Mörderinnen (alle erschienen im Arnstädter Verlag Kirchschlager).

Auch Recherchewege in den Archiven sowie die von ihm ausgewerteten archivalischen Quellen stellt er in seinen Veranstaltungen zum Teil bildlich vor. Selbige sind aufgrund ihres allgemeinbildenden Informationsgehaltes auf den Gebieten der Geschichte und der Archivarbeit auch für junge Erwachsene sehr gewinnbringend.

E-Mail: FEsche@web.de

Homepage: http://schriftsteller-frank-esche.jimdo.com/

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2026/01/Esche_Mord_Pitaval_Bd4_Rot.jpg 2480 1598 Klaus Gromer https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Klaus Gromer2026-05-22 09:42:032026-05-22 09:45:17Von der Akte ins Buch – der Wahrheit und dem Recht auf der Spur

Fünf Jahre Thüringer Mord-Pitaval von Frank Esche

31. Oktober 2022/in Allgemein, Frank Esche, Thüringen Bücher, Thüringer Mord-Pitaval, Wahre Kriminalfälle/von Michael Kirchschlager

Thüringer Mord-Pitaval III. (1915 – 1960) – Erschreckliche Mord- und Übeltaten aus alten Thüringer Kriminalakten von Frank Esche, erschienen 2021 im Arnstädter Verlag Kirchschlager

Nachdem 2016 der 1. Band und 2017 der 2. Band des „Thüringer Mord-Pitaval“ erschienen sind, gab der für die Herausgabe von Sachbüchern zur Kriminalistik sowie Kriminal- und Rechtsgeschichte bekannte Verlag Kirchschlager 2021 einen weiteren Band der Reihe heraus.

Bei den für den dritten Band „Thüringer Mord-Pitaval“ akribisch ausgewerteten dutzenden Akten des Landesarchivs Thüringen und einiger Stadtarchive, befaßte sich der Autor mit 20 besonders spektakulären Mordfällen vornehmlich aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, die von Zeitgenossen nicht selten als sensationelle Ereignisse wahrgenommen, in den Gerichtssälen mit Spannung verfolgt wurden. Die Hauptverhandlungen zu den Schwerstverbrechen gerieten oft über die Grenzen Thüringens hinaus zu bedeutenden Medienereignissen, die die Gemüter der Prozeßbeobachter erregten.

Beim Lesen der Dokumente über an Grausamkeit kaum zu überbietenden Mordtaten, ging es Esche wie vielen Menschen, die damals in Scharen die öffentlichen Gerichtsverhandlungen besuchten und denen bei Schilderungen der Verbrechen, manchmal sogar direkt aus dem Mund des Mörders, ein Schauer über den Rücken lief. Meistens jedoch mußte die Wahrheit mühselig durch Beweise ermittelt werden. Das Geständnis war dabei aber immer die Königin der Beweismittel, wie in einem ZDF-Beitrag über die Kriminalgeschichte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts so treffend gesagt wurde.

Waren es tatsächlich die „Goldenen Zwanziger“ oder gab es eine Kehrseite der Medaille? In dieser Zeit häuften sich Kapitalverbrechen.

Im dritten Band des Thüringer Mord-Pitavals werden diese Verbrechen in einer äußerst widersprüchlichen Zeit deutscher Geschichte nicht nur beschrieben, sondern wird auch den gesellschaftlichen Ursachen, der Psyche sowie den Motiven der Täter nachgegangen und gleichwohl den bedauerlichen Opfern eine Stimme gegeben.

Viele Menschen hatten das Grauen des I. Weltkrieges erlebt, ihre Gesundheit verloren. Soldaten kamen versehrt von den Schlachtfeldern zurück, wo es für Empathie kaum Platz gab, ja Morden wurde zur Überlebensstrategie des Soldaten im Schützengraben. Die Umstände des täglichen Abschlachtens hinterließen auch bei Thüringern tiefe seelische Spuren. Sie hatten Angehörige verloren, waren traumatisiert und verinnerlichten ein gefährliches Verständnis von Gewalt. Vornehmlich durch Massenarbeitslosigkeit nahmen soziale Unterschiede exorbitant zu. Während viele vor allem in der Nachkriegszeit und in Zeiten der Weltwirtschaftskrise nur dank Suppenküchen für Arme nicht verhungerten, und täglich im ständigen Überlebenskampf standen, lebten Vermögende oft in „Saus und Braus“, ließen zum Beispiel die prüden Moralvorstellungen der „Wilhelminischen Kaiserzeit“ fallen und feierten ausschweifend. Nach Jahren der Kriegsschrecken und Entbehrungen wollten viele Menschen nun das Leben in vollen Zügen auskosten, auch jene die nun glaubten durch Verbrechen an diesem neuen glamourösen Leben teilhaben zu können. In dieser Zeit der tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüche und Kontraste stieg nicht nur die Zahl der Raubmorde.

Im vorliegende dritten Band des „Thüringer Mord-Pitaval“ ist auch von Beziehungstaten, wie zum Beispiel einem perfiden Doppelmord in Rabis, dem Revierförstertotschlag auf dem Rathsfeld, einer Strangulation wegen vorgetäuschter Schwangerschaft und einem Mord zur Befriedigung der Geschlechtslust zu lesen. Auch erfährt der Leser von einem Justizirrtum, der sich zu einem Justizmord entwickelte, einem Richter der selbst zum Massenmörder wurde, einem hohen Kriminalbeamten, der eine Frau erhängte und von einer im Wahn mordenden Frau.

In der Zeit der Weimarer Republik wurden zahlreiche Mörder für ihre Verbrechen zum Tode verurteilt und danach zu lebenslänglicher Zuchthaushaft begnadigt, die den Tätern die Option offen hielt, irgendwann wieder das Licht der Freiheit zu sehen.

Deren weiteres Schicksal ist der Öffentlichkeit meist im Verborgenen geblieben. Auch gab es dazu oft keinen Hinweis in den Gerichtsakten der thüringischen Archive. Durch umfassende Recherchen in verschiedenen Institutionen Deutschlands und des Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution, konnten deren Todesumstände oder weiteres Schicksal, zum Beispiel im Fall des nahe der Städte Rudolstadt und Saalfeld mordenden Albert Kellner nach 100 Jahren Ungewissheit, ermitteln.

Zwei der spektakulären Mordfälle seien hier in Kurzfassung dargestellt:

Der grauenhafte Massenmord in Jena

Es war ein Massenmord, ein schreckliches Familiendrama. Sieben Pistolenschüsse sollten am 24. März 1932, zwischen 23 und 24 Uhr wie später festgestellt wurde, einen der größten Justizskandale der Weimarer Republik auslösen! Es gab wohl kaum eine deutsche Tageszeitung, die nicht über die grauenhafte Mordtat in Jena berichtete. Nur Stunden nach der Tat, in der Nacht zwei Uhr, wurde der Präsident des Oberlandesgerichts Jena, Dr. Bruno Becker, geweckt und vom Jenaer Polizeidirektor Ferdinand Finke persönlich über die Ereignisse informiert. Eile war geboten, denn die Morde, so war denen mit dem Fall betrauten Kriminal- und Justizbeamten klar, hatten das „Zeug“ für einen beispiellosen Justizskandal, da es sich bei dem Mörder um den Oberlandesgerichtsrat Dr. Kurt Meurer in Jena handelte. Nichts hatte vorher auf die Gewalttat hingewiesen. Bei den Opfern handelte es sich um die Eltern des Dr. Meurer, dessen Gattin, seine beiden Kinder sowie die Frau des Oberlandesgerichtrates Dr. Ernst Rittweger. Der Täter hatte sich durch Selbsttötung der Strafverfolgung entzogen.

Bild: Tageblatt vom 26. März 1932.

Am 7. April 1932 wurde noch ein aufschlußreicher Nachtrag in der Personalakte Dr. Meurer aktenkundig. Eine Woche vor der Tat ließ er demnach die Tatwaffe von dem Waffenhändler Heinicke reinigen und holte sie ein oder zwei Tage vor der Tat ab. Dies deutete auf keine Kurzschlußhandlung Kurt Meurers, eher auf einen geplanten Massenmord hin. In dem Bericht wird hervorgehoben, dass in der Presse darüber spekuliert wurde, Meurer sei ein guter Schütze gewesen. Jedoch aus aller nächster Nähe Menschen durch Kopfschuß zu erschießen, dazu gehöre nur Kaltblütigkeit und außerordentliche verbrecherische Energie.

Der Revierjägertotschlag auf dem Rathsfeld bei Frankenhausen

Der Angeschuldigte 53jährige Revierjäger Oskar Helke, am 4. Februar 1865 in Eckartsberga geboren, zur Zeit der Tat wohnhaft im Jagdschloss Rathsfeld bei Frankenhausen, wurde wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt und stand am 6. Dezember 1918 vor dem Schwurgericht Weimar. Der Mann hatte sich 1890 mit der Rudolstädterin Luise Wölbling verlobt. Als er vom Schwarzburgischen Oberforstamt Rudolstadt nach Thaleben versetzt wurde, knüpfte er ein Verhältnis mit der ortsansässigen Landwirtstochter Charlotte Gothe an.

Luise, die Oskar Helke im April 1892 ehelichte, erfuhr von dem vermeintlichen Seitensprung ihres Partners und hielt ihm diese Verfehlung häufig und heftig vor, auch nachdem er 1898 zum Jagdschloß Rathsfeld versetzt worden war.

Bild: Schloß Rathsfeld am 1. September 1908 (Quelle Schloßmuseum Bad Frankenhausen).

Am frühen Sonnabendmorgen des 27. Juli wurde Luise vom herbeigerufenen Forstassessor Krause in ihrem Schlafzimmer neben einem Kleiderschrank und einer Wäschemangel liegend tot aufgefunden. Ihr Kopf lag in einer großen Blutlache, ihre Hand barg einen Revolver, aus dem zwei Patronen abgeschossen waren. Auf Grund des dringenden Anfangsverdachtes wurde Oskar Helke noch am Abend des 27. Juli, gegen 22.30 Uhr, ins Amtsgerichtsgefängnis Frankenhausen überführt. Die Frankenhäuser Zeitung meldete am 12. Dezember 1918 unter der Überschrift: Vor dem Weimarer Schwurgericht… Oskar Helke hatte angeblich eine Geliebte, weswegen ihn seine Frau anspie, er tötete sie, erhält 4 Jahre und 6 Monate Gefängnis. Vermutlich hatte die vergleichsweise milde Strafe für den Revierförster ursächlich mit dem Treueverhältnis des Beamten Helke zu seinem einstigen, wenige Tage zuvor im Zuge der Novemberrevolution abgedankten schwarzburg-rudolstädtischen Fürsten Günther Viktor zu tun. Die Revolution in dem kleinen thüringischen Staat, die ohnehin dort sehr moderat verlief, hatte noch keine Veränderungen im Personal und der parteiischen Rechtsprechung der Justiz bewirkt.

Thüringer Mord-Pitaval, Band 3, 280 Seiten, 116 Abbildungen, ISBN: 978-3-934277-9

Frank Esche

Rudolstadt

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2021/07/Frank-Esches-TMP3.jpg 2480 1595 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2022-10-31 19:08:412022-10-31 19:10:47Fünf Jahre Thüringer Mord-Pitaval von Frank Esche

Frank Esches „Thüringer Mord-Pitaval“, Bd. III – Eine Rezension von Max Pechmann auf FILM und BUCH

16. September 2021/in Forensik / Kriminaltechnik, Frank Esche, Rezension, Thüringen Bücher, Wahre Kriminalfälle/von Michael Kirchschlager

Der Archivar und Autor Frank Esche legt nun den dritten Band seiner Reihe „Thüringer Mord-Pitaval“ im Verlag Kirchschlager vor. Band 3 umfasst die Jahre 1915 – 1960. Somit reichen die Fälle von der Weimarer Republik bis in die DDR. Das Buch beinhaltet 20 Kriminalfälle, in denen es um Mord und Raubmord geht. In einem Fall war ein Polizist Mittäter, bei einem anderen handelte es sich bei der Täterin um eine geisteskranke Frau. Bei einem weiteren Mord aus dem Jahr 1920, bei dem der Journalist Ernst Schott erschossen wurde, wurden die Ermittlungen einfach eingestellt.

Frank Esche gelingt es erneut, die Kriminalfälle so zu schildern, dass daraus gleichzeitig ein genaues Bild der jeweiligen sozialen Umstände entsteht. Dadurch bleiben seine spannenden Schilderung alles andere als oberflächlich. Denn Esche untersucht, was für ein Mensch der jeweilige Täter gewesen ist, was ihn zu der Tat getrieben hat. Daraus ergeben sich interessante Einblicke in damalige Lebensumstände und Biografien, die überaus lebendige Einblicke in den Alltag vermitteln.

Frank Esche suchte in verschiedenen Archiven nach den jeweiligen Einzelheiten der Taten und setzte sie wie ein Puzzle zusammen. Zusätzlich wertete er Gerichtsakten aus, aus denen er gelegentlich zitiert, wodurch beim Leser der Eindruck entsteht, als würde er selbst als Beobachter am Prozess teilnehmen. Zu manchen Fällen fand Frank Esche Polizeifotos und Porträtaufnahmen der Täter bzw. Opfer, die ebenfalls in dem Band enthalten sind. Erneut ist dadurch Frank Esche ein Buch gelungen, das auf einzigartige Weise alte Kriminalfälle ans Licht bringt. – Sehr zu empfehlen.

Frank Esche. Thüringer Mord-Pitaval Band 3. Verlag Kirchschlager 2021, 278 Seiten, 12,95 Euro

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2021/07/Frank-Esches-TMP3.jpg 2480 1595 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2021-09-16 07:08:492021-09-16 07:08:50Frank Esches „Thüringer Mord-Pitaval“, Bd. III – Eine Rezension von Max Pechmann auf FILM und BUCH

Neuerscheinung – Ab sofort lieferbar! Frank Esches „Thüringer-Mord-Pitaval III“

11. August 2021/in Frank Esche, Thüringen Bücher/von Michael Kirchschlager

Für den nunmehr dritten Thüringer Mord-Pitaval wertete Frank Esche zahlreiche spannende Kriminalakten aus. Er wählte 18 besonders spektakuläre Mordfälle vornehmlich aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen aus, die von Zeitgenossen nicht selten als sensationelle Ereignisse wahrgenommen und in den Gerichtssälen mit Spannung verfolgt wurden. Die Hauptverhandlungen zu den Schwerstverbrechen gerieten oft über die Grenzen Thüringens hinaus zu bedeutenden Medienereignissen, die die Gemüter der Prozeßbeobachter erregten. Spannende Fortsetzung des erfolgreichen Pitavals! Softcover, 280 S. zahlr. s/w Abbildungen, Preis: 12,95 Euro.

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2021/07/Frank-Esches-TMP3.jpg 2480 1595 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2021-08-11 10:21:092021-08-11 10:21:24Neuerscheinung – Ab sofort lieferbar! Frank Esches „Thüringer-Mord-Pitaval III“

Neuerscheinungen: Emil bei den Wikingern und Thüringer Mörderinnen

8. November 2019/in Allgemein, Drache Emil Bücher, Frank Esche, Thüringen Bücher/von Michael Kirchschlager

Geschätzte Leserschaft! Noch pünktlich vor Weihnachten gibt es eine Neuerscheinung (für unsere kleinen Drache Emil Freunde) und eine Softcoverausgabe unseres Bandes „Thüringer Mörderinnen“ von Wolfgang Krüger und Frank Esche.

Michael Kirchschlager (Text), Steffen Grosser (Illustrationen): Im Reich der Wikinger herrscht der grausame König Ragnar. Umgeben von furchteinflößenden Kriegern führt dieser ein Schreckensregiment. Auch Emils Papa muss ihm dienen. Doch Emil ist entschlossen, Ragnars Herrschaft zu beenden. Die Leser des 5. Emilbuches begleiten den liebenswerten Drachen Emil auf eine abenteuerliche Reise ins Land der Nordmänner. Er lernt sonderbare Wesen und schöpferische Menschen kennen. Aber um seinen Papa zu retten, muss ihm ein Wunder gelingen …
Hardcover, 60 Seiten, farbige Illustrationen, 12,80 Euro

Softcover, zahlreiche Abbildungen, 14,95 Euro

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2019/11/Cover-Thueringer_moerderinnen_2019.jpg 2480 1572 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2019-11-08 11:14:272019-12-04 07:47:39Neuerscheinungen: Emil bei den Wikingern und Thüringer Mörderinnen

Neuerscheinungen 2019

18. Dezember 2018/in Allgemein, Drache Emil Bücher, Frank Esche, Lothar Schirmer/von Michael Kirchschlager

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer kriminalistischen Bücher! Unser Verlag wird auch 2019 wieder Sachbücher in gewohnt hoher Qualität verlegen.

Freuen Sie sich auf einen 2. Band von Lothar Schirmer „Abgezockt von Gaunern und Ganoven“ mit vielen Cartoons von Sven Kirchner und zahlreichen guten Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern und Kleinkriminellen schützen können. Mehr Seiten, gleicher Preis!

Darüberhinaus erscheint das Buch der Weimarer Kriminalistin Kerstin Kämmerer „Ich töte, was ich liebe“ – ein spannendes, aber auch erschütterndes Buch. Lesereise ab Ende Oktober 2019.

In Vorbereitung sind zudem eine „Chronik von Gera – Zeittafel / Lexikon“ von Steffen Löwe, ein 3. „Thüringer Mord-Pitaval“ von Frank Esche, eine Buch über das gefährliche Leben schöner Frauen von Heidi Zengerling

sowie das Buch des Kriminalisten Udo Brill „Das Skelett am Straßenrand – Mord- und Kriminalfälle aus Eisenach und dem Wartburgkreis“ über seine Eisenacher Zeit und dortige Kriminalfälle.

Den Drache Emil Freunden sei gesagt, daß Steffen Grosser, der Illustrator, an den Bildern zum Band „Emil bei den Wikingern“ arbeitet.

Drachenritter Michael Kirchschlager schreibt derweil am nächsten Emilbuch: „Emil und die Riesenkanone“. Darin geht es um die Zeit des Bruderkrieges in Sachsen und Thüringen in der Mitte des 15. Jahrhunderts, wie die Bürger gegen die Raubritter kämpfen und schließlich Frieden im Land herstellen … natürlich mit tatkräftiger Unterstützung des Drachen Emil!

Bleiben Sie gesund und sicher! Ihr Verleger Michael Kirchschlager

https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/12/Emil-5-Titel-vorn-scaled.jpeg 2560 1881 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2018-12-18 10:39:332019-03-25 10:34:34Neuerscheinungen 2019

Frank Esche: Archivar und Sachbuchautor im Verlag Kirchschlager

22. Juni 2018/in Frank Esche/von Michael Kirchschlager
Weiterlesen
https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/06/Frank-Esche-Rudolstadt-Foto-Andreas-Abendroth-24a-scaled.jpg 2560 1707 Michael Kirchschlager https://www.verlag-kirchschlager.de/wp-content/uploads/2018/08/Logo_weiss-text-neu.png Michael Kirchschlager2018-06-22 08:27:002019-08-13 10:20:49Frank Esche: Archivar und Sachbuchautor im Verlag Kirchschlager
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