Hans Thiers: Serienmörder der DDR – Berichte / Bilder / Dokumente (1949-1990)

Hans Thiers: Serienmörder der DDR – Berichte / Bilder / Dokumente (1949-1990). Unter Mitarbeit von Michael Kirchschlager. Mit einem Nachwort von Prof. Hans Girod.

Hardcoverausgabe, Fadengeftung, Leseband, 288 Seiten, ca. 40 Abbildungen, Preis: 19,95 Euro.

Im März 2018 auf der Bestsellerliste des Deutschen Buchhandels, Rubrik Sachbuch spezial.

Kriminalrat a. D. Hans Thiers und Verleger Michael Kirchschlager (Foto: Claudia Horn-Kasper,2017)

Marie Linz u. Michael Kirchschlager (Hg.): Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg

Bei keinem anderen Bauwerk stoßen wir auf solch vielfältige Funktionen und Funktionsänderungen wie bei der „Burg“, jenem symbolhaften, befestigten und multifunktional genutzten Wohn- und Wehrbau des Mittelalters.

Die Unterschiede in der Funktion und dem Funktionswandel einer Burg können beträchtlich sein, egal ob es sich um einen kleinen Wohnturm wie den von Wandersleben, einer kleinen „Turmburg“, wie die Kemenate zu Schwallungen oder landgräfliche, prächtige „Großburgen“ wie die Runneburg in Weißensee handelt.

Heute erfreuen sich dank einer boomenden Mittelalterbegeisterung unsere Burganlagen größter Beliebtheit. Das war nicht immer so. Obwohl die morderne Burgenforschung heute davon ausgeht, dass die wenigsten Burgen tatsächlich Belagerungen standhalten mussten, so schlug doch für manches Bauerwerk die Stunde der Bewährung. In unsicheren Zeiten lebend, wähnten sich die Menschen des Mittelalters, hier besonders die Schicht der Herrschenden, in Burgen sicher. Doch der Schein konnte trügerisch sein.

In Thüringen lassen sich für alle Burgentypen, egal ob es sich um einen kleinen Wohnturm in der Niederung oder eine Burg auf spitzem Berg handelt, kriegerische Ereignisse festmachen. Und wenn auch der kleine Wohnturm von Wandersleben wohl nicht belagert worden ist, so wie wir uns eine Belagerung vorstellen, mit Belagerungsmaschinen, Steinschleudern etc., so wurde offensichtlich im Zuge der Belagerung 1450 der benachbarten Burg Gleichen im Sächsischen Bruderkrieg das dort wohnende Herrenpaar bestialisch massakriert. Um die vielen Toten, die es im Kampf um Weißensee 1212 gegeben hat, trauerte sogar ein Papst. Chronikalische Erwähnung fanden auch die 878 Bewohner Bad Langesalzas, die im Rahmen einer Belagerung des Thüringer Landgrafen 1346 im Feuer verbrannten.

Zahlreiche Burganlagen überstanden diese Kämpfe, wurden später Opfer des Vergessens und des Desinteresses und gerieten in einen Dornröschenschlaf. Bürgerinitiativen war es zu verdanken, dass so manche „abrissreife“ Burg heute noch steht. Aber noch mehr Burganlagen verschwanden: aufgegeben, ungenutzt, zerbrochen. Letztere sind seit geraumer Zeit Objekte archäologischer Ausgrabungen. Auch an anderen Burgen wurde bauarchäologisch geforscht, mit zumeist sensationellen Ergebnissen.

Der Band „Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg“ versteht sich als ein weiterer Schritt im Bemühen um die Erforschung der Geschichte Thüringens. In einem allgemeinen Teil behandelt der Historiker Michael Kirchschlager die Entwicklung mittelalterlicher Kriegsmaschinen, den Nachbau einer Steinschleuder-Maschine und ausgewählte Belagerungen anhand schriftlicher Quellen. Der Archäologe Christian Tannhäuser, der über die Grabungsergebnisse der Wysburg und Saalburg promovierte, stellt den Untergang der Wysburg im Namen des Kaisers vor. Matthias Rupp, Stadtarchäologe und Denkmalschützer, widmet sich den schweren Kämpfen um den Jenaer Hausberg zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Dr. Ines Spazier, die bei Ausgrabungen auf dem Schloss Greiz ein sensationelles Depot an Armbrustbolzen entdeckte, gibt einen Überblick über die Grabungsergebnisse und die Typologie der Geschossspitzen. Schließlich stellt die Leiterin des Museums der Wasserburg Kapellendorf, Marie Linz, die Geschichte der Wasserburg Kapellendorf vor.

 

Frank Esche: Thüringer Mord-Pitaval II – Erschreckliche Mord- und Übeltaten aus alten Thüringer Kriminalakten (1606-1968)

 

Frank Esche: Thüringer Mord-Pitaval II, Taschenbuch, 280 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, ISBN 978-3934277694, Preis: 12,94 Euro.

Frank Esche stellt in diesem Pitaval wieder spektakuläre und grausige Mordfälle aus ganz Thüringen vor.

 

Wilhelm Gohlke: Kanone / Büchse / Riesengeschütz – Geschichte der gesamten Feuerwaffen bis 1850

Dieser Neudruck der „Geschichte der gesamten Feuerwaffen bis 1850“ von Hauptmann a. D. in Berlin-Steglitz Wilhelm Gohlke fußt auf der Ausgabe der Sammlung Göschen (Kriegseinband) in der G. J. Göschen`schen Verlagshandlung, Leipzig 1911.

Obwohl Militärhistoriker, Waffenkundler und Interessierte mittlerweile auf einen hervorragenden Forschungsstand bezüglich Feuerwaffen- und Artilleriegeschichte blicken können, fasziniert das kleine Werk Gohlkes noch immer. Das liegt insbesondere in der Vielzahl der detailgetreuen Abbildungen (im Original 102) und der übersichtlichen Darstellung des Themas. Der vorliegende Neudruck wurde fotomechanisch leicht vergrößert und mit weiteren Abbildungen aus meiner Sammlung erweitert.

Die Hardcoverausgabe (160 Seiten, knapp 120 Abbildungen)  im September 2017 und richtet sich an alle militärgeschichtlich Interessierte. Als „Handbuch“ für Reenactor ab 14. Jahrhundert ebenfalls geeignet. Preis gesenkt. Siehe Amazon.

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Antje Bauer: ERFURT – Bilder und Geschichte(n)

Dr. Antje Bauer, Leiterin des Stadtarchivs Erfurt, stellt in Text und Bild über 30 einzigartige Objekte aus der Erfurter Stadtgeschichte vor.

Hardcover, Fadenheftung, 164 Seiten, 2 Lesebändchen (rot und weiß), über 70 Abbildungen, davon 35 ganzseitige Farbfotografien, ISBN-13: 978-3-934277-74-8, Preis: 19,90 Euro.
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Petra Klages: Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Interviews

Petra Klages: Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Interviews

Franz. Broschur, 130 Seiten, 3 Abbildungen, ISBN 978-3-934277-71-7, Preis: 6,95 Euro (gesenkt von 12,95 Euro) Weiterlesen

Michael Kirchschlager (Hg.): Mörder / Räuber / Menschenfresser – Einhundert Biographien und Merkwürdigkeiten deutscher Verbrecher

Michael Kirchschlager (Hg.)
MÖRDER / RÄUBER / MENSCHENFRESSER – Einhundert Biographien und Merkwürdigkeiten deutscher Verbrecher
Mit einem Vorwort von Michael Kirchschlager
2. verbesserte Auflage, Taschenbuch, 262 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 978-3-934277-54-0, Preis: 13,95 Euro Weiterlesen

Michael Kirchschlager (Hg.): Historische Serienmörder IV – Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Michael Kirchschlager (Hg.)

Mit Beiträgen von Michael Horn, Robert Heindl, Leopold Engelhardt, Gerd Frank, Armin Rütters, Birgit Lautenbach und Johann Ebend

Hardcover, Fadenheftung, rotes Leseband, 240 Seiten, ISBN 978-3-934277-60-1, Preis: 18,95 Euro

Nachdem ein paar Jahre seit Erscheinen des 3. Bandes der Reihe HISTORISCHE SERIENMÖRDER vergangen sind, legt der Verlag Kirchschlager nunmehr einen vierten Band vor. Michael Horn und Michael Kirchschlager stellen in einem kurzen Beitrag zwei Serienmörder des 16. Jahrhunderts aus der Sammlung des Johann Jakob Wick, der sogenannten Wickiana, vor.
Dabei handelt es sich um den relativ unbekannten Fall eines alten Frauenmörders aus Italien (1573) und einer weiteren Quelle zu dem deutschen Raubserienmörder Christman Gniperdoliga (1581). Michael Kirchschlager beleuchtet dann das Leben und die Taten des Raubmörders Jaspar Hanebuth (Deutschland, 1653) und des österreichischen Herzlfressers von Kindberg, Paul Reininger (1786). Die Biographie Hanebuths steht stellvertretend für die zahlreicher, wie sie der Dreißigjährige Krieg und mit diesem die Verrohung der Sitten hervorgebracht hat. Reininger ist ein trauriges Beispiel für einen Serienmörder, der in tiefem Aberglauben verwurzelt war.
Von Robert Heindl (1883-1958) und dem Kriminalisten Leopold Engelhardt (genaue Lebensdaten unbekannt) stammen zwei britische Kriminalfälle: John Williams – Der Teufel vom Ratcliff Highway (1811) und Jack the Ripper (1888), die in der europäischen Kriminalgeschichte bekannt sind, und nicht näher erörtert werden brauchen. Dafür dürfte für die kriminalhistorisch interessierte Leserschaft die Biographie Robert Heindls von Interesse sein. „Heindl widmete sein Leben und seine Arbeit der Kriminalistik. Er studierte Rechtswissenschaft in München, Lausanne und Erlangen. Ausgedehnte Studienreisen führten ihn in die Strafkolonien Frankreichs, Englands und Spaniens in Neukaledonien, auf den Andamanen und in Afrika. Die Arbeitsweise der großen europäischen Polizeizentralen erkundete er in Paris bei Bertillon und in London am Scotland Yard. Seine Berufslaufbahn führte ihn von dem Posten des Leiters der Kriminalpolizei Dresdens 1912 über den des Polizeidezernenten im sächsischen Innenministerium gegen Ende des 1. Weltkrieges als Oberregierungsrat in die sächsische Staatskanzlei und dann als Wirklichen Legationsrat in das Auswärtige Amt. 1933 in den Ruhestand versetzt, wurde er nach dem 2. Weltkrieg mit der Einrichtung des Zentralamtes für Kriminalidentifizierung, Polizeistatistik und Polizeinachrichtenwesen für das Land Bayern (jetzt: Bayerisches Landeskriminalamt) beauftragt. 1946 wurde er zum Präsidenten dieses Amtes ernannt. 1949 trat er wieder in den Ruhestand. Heindl erregte bereits als Student Aufsehen durch seinen Vorschlag, nach dem Vorbild des im Orient gebräuchlichen Fingersiegels ein daktyloskopisches System zur Identifizierung von Verbrechern einzurichten. Sein Vorschlag, die Daktyloskopie in den Dienst der Verbrechererkennung zu stellen, ist seinerzeit von der Dresdner Polizeiverwaltung alsbald aufgegriffen, im übrigen freilich zunächst zurückgewiesen worden; doch hat er als Anregung zur Einführung des Fingerabdrucksverfahrens fortgewirkt. Sein Bericht über die Strafkolonien hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Strafe der Deportation in Deutschland nicht eingeführt und im Ausland allmählich abgeschafft wurde. An der Zentralisierung der Kriminalpolizei in den Ländern und im Bundesstaat sowie an der Errichtung einer internationalen kriminalpolizeilichen Organisation hat er wesentlichen Anteil. Seit 1917 gab er als Nachfolger von Hans Groß das von diesem begründete Archiv für Kriminologie heraus.

Cover HS IV

Gerd Frank, der mittlerweile sechs Totmacher-Bände im Verlag Kirchschlager veröffentlicht hat, widmet sich dem Hirtenmörder Joseph Vacher, einem französischen Ripper (1869-1897). Die Opfer waren meist junge Landarbeiter beiderlei Geschlechts. Er gestand die Ermordung und Verstümmelung von sieben Frauen und vier jungen Männern und verging sich post- und prämortem an ihnen. Vacher, dessen wirrer Geisteszustand durch den bekannten Psychiatrie-Professor Alexandre Lacassagne untersucht wurde, gab an, durch den Biß eines tollwütigen Hundes in „Raserei“ begangen zu haben, doch Lacassagne kam zu dem umstrittenen Schluß, daß Vacher verhandlungs- und zurechnungsfähig war, worauf man ihn zum Tode verurteilte. Vacher wurde am 31. Dezember 1898 in Bourg-en-Bresse durch die Guillotine hingerichtet.
Armin Rütters, dessen Spezialgebiet u. a. die Erforschung des Kriminalfalles um den Kannibalen Karl Denke (1860-1924) ist2, beleuchtet das Leben des Berliner Frauenmörders Karl Großmann (1863-1922), der als Bestie vom Schlesischen Bahnhof in die Berliner Kriminalgeschichte einging. Großmann wurde am 21. August 1921 in seinem Haus neben seinem letzten Opfer Marie Nitsche auf frischer Tat gefaßt. Obwohl der Serienmörder nur drei Morde gestand, könnten ihm weit mehr Mädchen und junge Frauen zum Opfer gefallen sein. Ob Großmann, wie oft vermutet, Teile seiner Opfer verspeiste oder zu Wurst- und Dosenfleisch verarbeitete, muß dahingestellt bleiben. Der sadistische Lustmörder erhängte sich am 5. Juli 1922 vor dem Ende der Hauptverhandlung in seiner Zelle.

Das Autorenpaar Birgit Lautenbach und Johann Ebend, welches hauptsächlich durch seine Kriminalromane bekannt ist, steuerte einen Beitrag zu Rudolf Pleil (1924-1958) bei, der sich selbst als bester Totmacher aller Zeiten bezeichnete und in den Nachkriegsjahren 1946/47 vor allem im Harzer Grenzgebiet zahlreiche Menschen ermordete. Ausgewählte Quellen aus Pleils Kriminalakte gewähren zudem einen tiefen Eindruck in die Gedanken- und Seelenwelt des brutalen Mörders.

Michael Kirchschlager (Hg.): Historische Serienmörder II – Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Michael Kirchschlager (Hg.)

Historische Serienmörder II – Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter
bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Mit Beiträgen von
Michael Horn, Michael Kirchschlager, Petra Klages,
Wolfgang Krüger, Armin Rütters und Richard Wosnik
Hardcover, Fadenheftung, Leseband, ca. 300 Seiten, 83 Abbildungen,
ISBN 978-3-934277-25-0, Preis: 22 Euro (nur noch wenige Exemplare lieferbar!) Weiterlesen

Wolfgang Krüger: Serienmörder des Dritten Reiches (1933-1945)

Wolfgang Krüger: Serienmörder des Dritten Reiches (1933-1945)

Hardcover, 270 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, Preis: 18,95 Euro. Weiterlesen