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VERLAG FÜR KRIMINAL- und RECHTSGESCHICHTE /
THÜRINGER KULTURGESCHICHTE

Neuerscheinung:

Fränkisch-Thüringische - Holzbauten

Praktisches Handbuch für Jäger

Die Bombe auf dem Zwiebelmarkt - Ein Thüringer Kriminalist erzählt


Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde unserer Bücher!

Die meisten unserer Verlagsausgaben sind hochwertige, fadengeheftete, durchgehend illustrierte Hardcoverbände in kleiner Auflagenhöhe. Aus diesem Grund finden Sie uns auch nicht inmitten billiger Massenartikel oder in diversen Handelsketten. Bestimmte Titel, wie z. B. HISTORISCHE SERIENMÖRDER oder DAS OBSCURUM werden deshalb fortan nur noch direkt über unsere Internetseite (portofrei) oder Amazon.de (hier auch antiquarisch) ausgeliefert. Ihre Online-Bestellung hilft, uns in unserer klaren Vorstellung von einer Kultur des Buches zu unterstützen.

Herzlichen Dank sagt Ihre Familie Kirchschlager!


Aktuelle Rezensionen:

Michael Kirchschlager / Verlagsinformation schrieb eine Rezension zu: Das Thüringer Koch- und Backbuch der Johanne Leonhard. Arnstadt 1842.

Verlag Kirchschlager auf der Leipziger Buchmesse 2012 – Halle 4 A204

Geschätzte Leserinnen und Leser, liebe Freunde schöner Bücher! Wie schon seit vielen Jahren finden Sie uns auch in diesem wieder auf der Leipziger Buchmesse (15. – 18. März 2012). Wir stehen Ihnen an allen Messetagen rund um die Uhr (von 10 bis 18 Uhr) zur Verfügung. Neuerscheinungen und Nachdrucke zur Kriminalgeschichte stehen dabei wieder genauso im Mittelpunkt wie kulturgeschichtliche Bücher und unsere “Schönen Bücher im Schuber”.

Am Sonntag erwarten wir ca. 14.50 Uhr den Innenminister des Freistaates Thüringen, Herrn Jörg Geibert, an unserem Messestand.


G. Burgmann schrieb am: 29.02.2012 eine Rezension zu: Das Leben in Alt-Weimar - Nachdruck der Erstausgabe von 1912

Im laufenden Jahr 2012 gedenken wir am 30. März des 150. Geburtstags von Dr. phil. Wilhelm Bode - im Gegensatz zu Wilhelm von Bode in Berlin - auch "Goethe-Bode" oder "Bode-Weimar" genannt.

Bode war Lehrer gewesen und zog kurz vor der Jahrhundertwende nach Weimar. Zunächst in den damals eher vornehmen Süden, wo er auch einen Kleinverlag betrieb und später in sein eigenes Haus: Wagnergasse 17, welches er bis zu seinem allzufrühen Tod1922, vor neunzig Jahren, bewohnte.

In Weimar waren seine Hauptthemen: Goethe und Weimar. - Im seinerzeit noch jungen Kiepenheuer-Verlag erschien 1910 zunächst das Bilderbuch "Damals in Weimar" und zwei Jahre später der vorliegende Band, der nun dank des Verlages nach 100 Jahren wieder als Centenar-Ausgabe erhältlich ist.

Beide ursprünglichen Kiepenheuer-Alben hatten jeweils getrennt ihre Berechtigung und doch gehören sie zusammen. Der erste Band, "Damals in Weimar", zeigt das "äußerliche" Weimar und der zweite, hier vorliegende, Band das "innere" Weimar, so dass wir heute nach einhundert Jahren ein gutes Stimmungsbild mit den Texten von Wilhelm F. Bode haben.

Nach Abschluss seines Erfolgsbuches, "Das Leben in Alt-Weimar" blieben Dr. Bode noch genau zehn Lebensjahre, bis er Ende 1922 an den Folgen eines äußerst tragischen Verkehrsunfalls im Alter von nur 60 Jahren mitten aus seinem Schaffen gerissen wurde.
Dank seines Sohnes und dank des Schriftstellers Dr. Tornius gelang noch die Fertigstellung mehrerer Bände, doch sein Hauptwerk über Goethes Leben blieb leider ein Torso. - G. B.


Michael Kirchschlager schrieb eine Rezension zu: Die Lebenserinnerungen der Rosalie Hübner

Selbstzeugnisse wie Briefe, Tagebücher und Lebenserinnerungen sind selten überliefert. Umso bemerkenswerter sind die hier vorliegenden Lebenserinnerungen der Rosalie Hübner, geb. Richter, die eine einzigartige Quelle zur Familien-, Kultur- und Sozialgeschichte Arnstadts des frühen 19. Jahrhunderts darstellen.
Rosalie Hübner beschrieb neben den Mitgliedern ihrer Familie und familiären Ereignissen auch das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben Arnstadts und seiner Bewohner im 1. Drittel des 19. Jahrhunderts. Von kulturgeschichtlichem Interesse sind die Schilderungen von Sitten, Bräuchen und Aberglauben. Der Hauptschwerpunkt der Lebenserinnerungen liegt auf der Beschreibung von Verwandten, Bekannten, Freunden und Persönlichkeiten aus ihrem Umfeld. Bei der Beschreibung und Charakterisierung der Personen geizt sie weder mit lobenden noch mit tadelnden Worten. Auch mit Kuriositäten, die einer gewissen Dramatik nicht entbehren, spart sie nicht, wie z.B. als kindliche Augenzeugin bei der letzten öffentlichen Hinrichtung in Arnstadt.

Das Jahr der Niederschrift ihrer Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Arnstadt ist nicht bekannt. Wahrscheinlich begann sie diese in höherem Alter, worauf die beiden Sätze „Das Papier ist zu Ende, aber auch meine Kräfte. Die Hände versagen den Dienst, noch mehr die Gedanken.“ hinweisen. Sie bezog sich auf den Tod ihres Sohnes Heinrich 1869 und ihrer Tochter Juli, die 1874 starb.
Rosalie Hübner schrieb die Aufzeichnungen aus ihrem Leben auf Wunsch ihrer Kinder auf. Ihre Befürchtung, daß ihre Lebensgeschichte „so einfach und ganz ohne intressante Ereigniße, daß Euch beim Lesen derselben die Zeit lang werden wird“, bestätigt sich nicht.
Die Lebenserinnerungen befinden sich in Familienbesitz, wurden glücklicherweise aufbewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. 2002 fertigte Frau Brigitte Haupt eine maschinenschriftliche Abschrift für die Familie an. Sie schrieb damals dazu: „Liebe Leser dieser Erinnerungen! Nun habe ich geschafft, was mir lange auf der Seele lag. Da ja die nach uns kommenden Generationen die deutsche Schrift nicht beherrschen, war es mein Wunsch, dieses wertvolle Dokument zugänglich zu machen. [...] Das Beschäftigen mit dem Manuskript unserer Vorfahrin hat mir viel Freude gemacht und mich bereichert. Es ist eine sehr gütige, kluge Frau mit einer noblen Gesinnung gewesen. Ich habe sie richtig lieb gewonnen.“
Ihr Neffe Matthias Wenk, der die Abschrift der Lebenserinnerungen von seiner Tante zum 55. Geburtstag geschenkt bekam, scannte die Abschrift und bearbeitete sie per Computer. 2006 übersandte dieser dem Stadt- und Kreisarchiv Arnstadt im Auftrag seiner Tante eine Kopie der Abschrift. 2009 kam es zum erneuten Kontakt mit Frau Haupt, die dem Archiv auf Bitte das Originaldokument für eine Kopie überließ. Anhand dieser Originalkopie wurde nochmals eine Transkription angefertigt. Im Stadt- und Kreisarchiv Arnstadt befindet sich eine zehnseitige Teilabschrift aus dem Jahr 1958, angefertigt von Ernst Meiland (Stadt- und Kreisarchiv Arnstadt, Sammlungen, Signatur 2-201-04-1).
Die Abschrift enthält folgenden Vermerk: „Das vollständige Tagebuch ist im Besitz der Frau Voß, geb. Schmidt, Frau des Arztes Dr. Voß.“ Aus dem Sterbebuch von Arnstadt aus dem Jahr 1945 (Nr. 160) geht jedoch hervor, daß Emma Voß, Ehefrau von Dr. med. Albert Voß, Neideckstraße 5 beim Bombenangriff am 6. Februar 1945 ums Leben kam, da das Wohnhaus einem Volltreffer zum Opfer fiel. Sie war die Tochter von Wilhelm Friedrich Richter, also keine geb. Schmidt. So erklärt sich auch der Besitz der Lebenserinnerungen. Wo diese sich zum Zeitpunkt der Bombardierung befanden, ist nicht bekannt. Sie wären vermutlich mit vernichtet worden.
Das Original wurde von der Verfasserin mit Tinte handgeschrieben (Format 16 cm hoch, 20 cm breit). Es umfaßt 151 Seiten im festen Pappeinband. Die von Andrea Kirchschlager herausgegebene und kommentierte Neuausgabe erscheint Ende November im Verlag Kirchschlager (Hardcover, Fadenheftung, zahlreiche Abbildungen, 208 Seiten) und kostet 14.80 Euro. Das Buch kann im Arnstädter Buchhandel oder bei www.verlag-kirchschlager.de erworben werden


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