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Nur ein Augenblick - Erzählungen Arnstädter Literaturpreis 2016

Im Namen der Literaturfreunde Arnstadt (IG) hrsg. von Michael Kirchschlager

Nur_ein_Augenblick_Cover

Hardcover, Schutzumschlag, Fadenheftung, Leseband, 200 Seiten, limitiert auf 500 Exemplare, Preis: 18 Euro

Nur bestellbar auf www.verlag-kirchschlager.de!

Im Festjahr 2016 erscheinen anläßlich des 750jährigen Jubiläums der Verleihung des Stadtrechtes an Arnstadt zwei streng limitierte Buchausgaben im Verlag Kirchschlager. Der erste Band beinhaltet die ausgewählten Erzählungen zum Arnstädter Literaturpreis 2016, der von den Literaturfreunden Arnstadt (IG) ausgelobt wurde. Die Arnstädter Gewinnerin Gudrun Piesche gab mit ihrer Erzählung “Nur ein Augenblick” den Titel des wunderschönen Erzählbandes (insgesamt elf Erzählungen!) vor.

Die Grundlage der Erzählung “Nur ein Augenblick” sind historische Ereignisse in Arnstadt während und kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Am 8. Januar 1654 brannte es im Stall des Hauses “Zum Cristophorus”. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden und richtete kaum Schaden an. Als Brandleger wurde der Lehrjunge des Buchdruckers Peter Schmidt ausgemacht. Er wurde verhaftet und verhört. Der achtzehnjährige Nicodemus Jeremias Francke, Sohn des gräflichen Burgvogts Erasmus Francke, gestand die Tat und wurde zum Tode verurteilt.

Graf Christian Günther II. ließ aufgrund der Jugend des Lehrlings Milde walten und änderte das Urteil vom Tod durch den Strang in Tod durch das Schwert um. Dieses Ereignis ist durch verschiedene Quellen, u.a. einer Gerichtsakte im Stadt- und Kreisarchiv Arnstadt belegt.

Auch nach dem Studium der spärlichen Gerichtsunterlagen bleibt die Frage, warum der Junge dies tat.

Auffällig ist, daß im gesamten Gerichtsverfahren der Vater, ein doch hoher Beamter des Grafen, keine Rolle spielte. Der frühe Tod der Mutter, die schnelle Wiederverheiratung des Vaters und der Schulbesuch in Ebeleben sind belegt.

Aus der Akte kann herausgelesen werden, daß Nicodemus Franke sich sehr verlassen gefühlt haben mußte. Die ihm deshalb an die Seite gestellte Kindsmagd ist fiktiv.

Diese Frau stützte ihn einerseits emotional das ganze Leben lang, andererseits hatte sie keine Möglichkeiten, seine Lebenssituation zu ändern, da sie selbst als Dienstmagd machtlos war.

In der Erzählung erscheint der Vater als hart und gegenüber dem Schicksal seines Sohnes gleichgültig.

Am Ende der Erzählung schließt sich der Kreis: die Kindsmagd, die zu Beginn den kleinen, einsamen Jungen nach der Grablege seiner Mutter an die Hand nimmt und schließlich zum Schluß als einzige nahe Person am Grab des Achtzehnjährigen steht. Alle Personen, die in der Erzählung mit Vor- und Zunamen erwähnt werden, haben wirklich gelebt. Die Charaktere und Lebensumstände jedoch sind im Wesentlichen frei erfunden.

Zur Vita der Autorin

Gudrun Piesche wurde am 16. März 1951 in Arnstadt geboren. Sie schloß eine Lehre als Versicherungskaufmann (abgeschlossenes Fachschulstudium zum Finanzökonom) ab und war als Quereinsteigerin fast zehn Jahre als Heimerzieherin tätig.

Inzwischen lebt sie im Ruhestand, hat einen erwachsenen Sohn und widmet sich dem Schreiben. Ihre sozialen und pädagogischen Erfahrungen als Heimerzieherin flossen in ihre Erzählung ein.

Weitere Informationen auf www.literaturfreunde-arnstadt.de.

 

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