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Totmacher 5

Totmacher 5

Gerd Frank: Totmacher 5 - Das Massaker am Cielo Drive und andere unheimliche Kriminalfälle US-amerikanischer Serienmörder (1894-1998)

Taschenbuch, 200 Seiten, zahlreiche s / w Abbildungen

ISBN 978-3-934277-57-1

Lieferzeit: 3 bis 5 Werktage

Preis: 12.80 €
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Mit "Totmacher 5" legt Gerd Frank einen weiteren Band in der Totmacher-Reihe vor – dieses Mal gilt sein Augenmerk US-amerikanischen Serienmördern. Genau wie in den Vorgängerbänden, hat er wieder die spannendsten, interessantesten, aber auch schrecklichsten Kriminalfälle ausgewählt und aufbereitet. Neben bekannten Serienmördern wie Albert Fish, der kleine Mädchen schändete und zerstückelte, dem irren Charles Manson oder dem kannibalistisch veranlagten Jeffrey Dahmer stellt Gerd Frank auch mehr oder minder unbekannte Täter vor. So findet z. B. die berühmt-berüchtigte Filmtrilogie Hostel ein makabres historisches Vorbild im Hotel von Hermann Webster Mudgett. Der Fall des Todesengels von Alabama, Joseph Dewey Akin, kann als Gegenstück zu den Serienmorden des deutschen Krankenpflegers Niels H. angesehen werden, dessen Fall gerade juristisch geprüft wird. Gerd Frank verfolgt die Lebenswege der Täter bis zu deren Kindheit zurück, beleuchtet immer wieder familiäre und soziale Hintergründe und hinterfragt diese als Keime einer späteren verbrecherischen Entwicklung. In sachlichem Ton, aber mit aller Deutlichkeit zeigt er auf, daß nicht wenige Mörder im Kindesalter selbst Opfer unterschiedlichster Gewalt wurden. Doch eine schwere Kindheit legitimiert kriminelles Verhalten als mündiger Erwachsener noch lange nicht; sie stellt lediglich eine von vielen prägenden Faktoren dar.

Die Opfer gehören zumeist den untersten, schwächsten Schichten der Gesellschaft an, zählen zu den Ausgestoßenen, den Gefallenen, denen, die man verachtet, denen wenig Menschlichkeit gilt; es sind Prostituierte, Drogenabhängige, Landstreicher. Trifft es diese nicht, trifft es oftmals auch einfach nur wehrlose Kinder und Jugendliche. Besonders alarmierend sind die Zahlen ermordeter Frauen, die auf das Konto perverser Lustmörder gehen. Merkwürdig dürfte die US-amerikanische Justiz und deren Rechtsprechung auf die deutsche Leserschaft wirken, wenn wir erfahren, daß der Green River Killer Gary Ridgway für 48 Morde zu 48mal »lebenslänglicher Haft« verurteilt wird. Dennoch hält sich das Mitleid gegenüber den Tätern in Grenzen; man ertappt sich vielleicht sogar dabei, mit einem Anflug von Genugtuung zu lesen, daß Pogo der Killer-Clown am 10. Mai 1994 mittels Giftspritze und Ted Bundy am 24. Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurden. Tatsächlich scheinen Verbrechen und Rechtsprechung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unbegrenzt...