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Kraken / Monster / Seemannsgarn

Kraken / Monster / Seemannsgarn

Band IV:
Kraken / Monster / Seemannsgarn - Legenden und Aberglauben auf hoher See.

2006, 254 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Fadenheftung, Lesebändchen ISBN 978-3-86552-055-5

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In dieser bearbeiteten Neuausgabe des Klassikers von 1888 wird der Leser in die Welt und die Geheimnisse des Seespukes eingeführt. Ein Muß für jeden Seemann und jede Landratte! Wunderbare Literatur für stürmische Herbsttage!

Leseprobe

Faszinierend und mit vielen Beispielen versehen, führt der Seemann Heims seine Leser in die Aberglauben hervorrufenden Tiefen des Meeres, seiner fabelhaften Ungeheuer, Bräuche, Glücks- und Unglückstage, versunkene Städte, das St. Elmsfeuer, macht bekannt mit Meerjungfrauen, Meermännern, Strandgespenstern, ungünstigen Vorzeichen, Totenschiffen, beschreibt den lebendigen Wikingsdrachen sowie die Piraterien der berüchtigten Vitalienbrüder. Doch darf einer in diesem Reigen nicht vergessen werden: Der Fliegende Holländer und sein stetiger Begleiter, der höllische Klabautermann.

Der Autor des „Seespuks“, Paul Gerhard Heims, wurde am 4. Mai 1847 in Kopenhagen als Sohn deutscher Eltern geboren. 1881 wurde der studierte Theologe zum Marinepfarrer berufen, wo er bis 1883 eine Weltreise an Bord der Kreuzerfregatte Elisabeth absolvierte. Anschließend führten ihn seine Reisen mit der Kreuzerkorvette Nymphe 1884-85 nach Westindien und Nord- und Südamerika. Seinen Abschied von der Seefahrt nahm er 1886, blieb aber noch als Marinepfarrer beim Stab der Marinestation der Ostsee in Kiel tätig. Die zahlreichen Eindrücke seiner ausgedehnten Seereisen verarbeitete Heims in zwei Erzählungen, deren großer Erfolg ihn zu weiteren schriftstellerischen Arbeiten animierte. Paul Gerhard Heims starb am 21. Juni 1906 in Bleckendorf bei Egeln in Sachsen-Anhalt.

Sein wohl bedeutendstes Buch, welches auch heute noch verdient gelesen zu werden, ist der 1887 erschienene Seespuk – Aberglauben, Märchen und Schnurren in Seemannskreisen, um dessen neue Herausgabe und Bearbeitung sich der Verlag Kirchschlager bemühte.

Heims schrieb in seinem Vorwort über sein Anliegen folgendes: Ich will ja nur wiedergeben, was man sich durch Jahrhunderte auf der Back oder bei der Kombüse erzählt hat. Hier und da habe ich versucht, aus eigenem eine Erklärung manchen Seeglaubens, mancher Seegeschichte zu geben, habe mich aber immer gefreut, wenn mir zuverlässige Fachleute die Mühe schon abgenommen hatten, noch mehr aber, wenn mir aus Seemannsmund ganz neuer Stoff hier und da zur Bearbeitung gegeben wurde.

Eigentlich müßte man zur Durchführung des Planes, der solchem Buch zugrunde liegt, sich in Hamburg oder Rostock oder Kopenhagen, möglichst unstandesgemäß gekleidet, wochenlang und länger in den Matrosenschenken umhertreiben, mit einer Menge Zigarren und einigem Kleingeld versehen, um durch Tabaks- und Grogspenden sich das Recht zu erwerben, unangefochten unter den Teerjacken zu sitzen, ihnen zuhören und sie gelegentlich ausfragen zu können. Aber das geht nun nicht. Bleibt einem also nicht viel mehr übrig, als sich an das zu halten, was Deutsche, Franzosen, Engländer und Dänen im Lauf der Zeit hier und da gesammelt und in Büchern untergebracht haben, und außerdem fleißig zuzuhören, da, wo es unsereinem geboten wird.

Wir haben nämlich bis jetzt nichts derart oder doch nichts derart mehr. Was da war, ist spurlos vergriffen. Dieses vorliegende Buch soll wieder ein Anfang sein, ein Grundlegen.

Bei der hier vorliegenden Ausgabe versuchte der Bearbeiter, den heutigen Kenntnis- und Wissensständen gerecht zu werden. Einige Passagen wurden ausgebaut, andere gestrafft. Das Werk wurde der alten Rechtschreibung und Interpunktion angepaßt, wie überhaupt alle Editionen aus dem Hause Kirchschlager in alter Rechtschreibung vorliegen. Die vier Abbildungen von Joh. Gehrts der ersten Ausgabe wurden übernommen und durch zahlreiche weitere historische Holzschnitte und Kupferstiche ergänzt. Die Vignetten wurden den Werken von Olaus Magnus, Albertus Magnus, Conrad Gesner, und Sebastian Münster entnommen. Ein Glossar zu den wichtigsten seemännischen, schiffstechnischen und historischen Ausdrücken findet der Leser am Schluß des Werkes.