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VERLAG FÜR KRIMINAL- und RECHTSGESCHICHTE /
THÜRINGER KULTURGESCHICHTE

Neuerscheinung:

0095

Lothar Schirmer - Die Tricks der Gauner und Ganoven

Thüringer Mord-Pitaval II von Frank Esche


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Aktuelle Rezensionen:

Konrad schrieb am: 09.12.2017 eine Rezension zu: Lothar Schirmer - Die Tricks der Gauner und Ganoven

„Die Tricks der Gauner und Ganoven“ …. Eigentlich sagt ja der Titel schon fast alles. Ein Kriminalrat a. D. schildert 199 Fälle aus seiner Berufspraxis. Und es handelt sich um Fälle, welche voll aus dem Leben gegriffen sind, inzwischen (leider) alltäglich. Man kann das Buch als kurzweilige Lektüre betrachten, da es doch trotz der üblen Gaunereien humorvoll geschrieben ist. Spätestens, wenn man bis zur letzten Seite gekommen ist, merkt man, eigentlich ist es ein Lehrbuch. Denn die Opfer dieser Banditen sind normale Bürger, die Omi von nebenan, bis hin zu Inhabern von Firmen. Und jeder steht in ihrem Visier. Egal ob auf der Straße, an der Haustür, am Telefon oder, oder. Nach dem ich so ca. die Hälfte der Fälle „studiert“ hatte, kam mir eine Liedzeile der Gruppe „Erste allgemeine Verunsicherung“ in den Sinn: „Das Böse ist immer und überall.“ Und was liest man u.a. im Nachwort? Ja, genau das!
Und es wird nicht nur Fall für Fall aufgelistet, es werden auch Ratschläge gegeben, wie man sich schützen kann. Denn eins ist Fakt, es kann jeden treffen, unabhängig von seinem IQ. Und es wird wohl kaum einen Menschen geben, der nicht schon gewisse Erfahrungen mit Mitbürgern gemacht hat, welche ein gestörtes Verhältnis zu Eigentum anderer Leute haben.
Aber weiterhin weist der Autor auch darauf hin, dass man nun aus Vorsicht nicht seine Hilfsbereitschaft beiseite legen soll. Denn Hilfsbereitschaft ist mit ein wesentlicher Aspekt einer Gesellschaft.
Nur eines verstehe ich bei dem Buch nicht so richtig, weshalb da noch die alte Rechtschreibung zur Anwendung kommt. Was aber nicht bedeuten soll, dass ich diese „geistigen Ergüsse“ der Reformatoren des Dudens unbedingt für gut heiße. Jedoch sollte man in einem Land bei einer Rechtschreibung bleiben, ob es gefällt oder nicht.
Aber egal, der Inhalt ist entscheidend. Also, volle Kaufempfehlung!


F. Richter schrieb am: 07.11.2017 eine Rezension zu: Petra Klages - Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust. Interviews.

Lesenswert!
nicht reißerisch oder blutrünstig sondern gut, infirmativ und spannend. Autor hat Jahre recherchiert und gibt Einblicke in das wirkliche Leben eines Mörders. Liest man sonst gar nicht. Frage stellt sich warum man sonst immer nur eine Seite aufgetischt bekommt. Gelungene Arbeit und interessant!


leseengelsblog - Stephanie Aversbeck schrieb eine Rezension zu: Theodor Lessing Haarmann - Die Geschichte eines Werwolfs

Er zählt zu den bekanntesten und berüchtigsten Serienmördern Deutschlands - Friedrich "Fritz" Haarmann. In der Nachkriegszeit tötete er zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 junge Männer in Hannover. In diesem Buch sind die grausamen Taten von ihm geschildert.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr sachlich und informativ geschrieben - genau das habe ich auch erwartet. Ich interessiere mich schon länger für Serienmörder, im speziellen auch für Fritz Haarmann - was vermutlich auch damit zusammen hängt, dass ich in der Nähe von Hannover lebe.
Stellenweise war es recht "trocken" geschrieben, dennoch fand ich auch diese Stellen spannend, was einfach an der Thematik lag.
Die Sprache ist eher gehoben und stellenweise altertümlich, aber dennoch konnte ich es super flüssig lesen, nur manchmal wenn es sich um eine wörtliche Rede handelte, die in Mundart geschrieben war, hatte ich so meine Schwierigkeiten, weil ich damit erstmal nicht so viel anfangen könnte. Aber auch das ging nach einiger Zeit recht gut.
Die Beschreibungen der Leichen und der Vorgehensweise von Haarmann sind sachlich, aber dennoch ziemlich heftig. Das mich dies erwartet, war mir aber von vornherein klar. Und gerade auf das war ich auch sehr gespannt, irgendwie.

Ich hatte schon im Vorfeld einiges über Haarmann gehört, einiges davon wurde auch in diesem Buch erwähnt, anderes eher widerlegt. Wie er im Prozess reagierte fand ich schon irgendwie abstossend.


In diesem Buch sind auch einige Bilder von Haarmann, seinen Wohnungen etc zu finden, dies hat mich sehr angesprochen, da ich mir die Umgebung so besser vorstellen konnte, als es mir anders möglich gewesen wäre. Ich kenne einige der beschriebenen Stellen in der heutigen Zeit, aber das ist überhaupt nicht mit damals zu vergleichen. Die Orte sind im Buch alle namentlich genannt, auch das finde ich super, denn so kann ich mich auch mal selbst auf Spurensuche begeben und mir anschauen, wie es dort jetzt aussieht und wo in Hannover sich alles abgespielt hat.

Im Vorwort schreibt Michael Kirchschlager einiges über Theodor Lessing - dies war für mich sehr informativ, da ich über Theodor Lessing so rein gar nichts wusste. Dies Wissen war auf eine gewisse Art und Weise für das restliche Buch schon wichtig.

Allen die sich für Serienmörder interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.


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