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VERLAG FÜR KRIMINAL- und RECHTSGESCHICHTE /
THÜRINGER KULTURGESCHICHTE

Neuerscheinung:

0086

Bürgermeister und Rat der Stadt Arnstadt vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Totmacher 6


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Die meisten unserer Verlagsausgaben sind hochwertige, fadengeheftete, durchgehend illustrierte Hardcoverbände in kleiner Auflagenhöhe. Aus diesem Grund finden Sie uns auch nicht inmitten billiger Massenartikel oder in diversen Handelsketten. Bestimmte Titel, wie z. B. HISTORISCHE SERIENMÖRDER oder DAS OBSCURUM werden deshalb fortan nur noch direkt über unsere Internetseite (portofrei) oder Amazon.de (hier auch antiquarisch) ausgeliefert. Ihre Online-Bestellung hilft, uns in unserer klaren Vorstellung von einer Kultur des Buches zu unterstützen.

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Aktuelle Rezensionen:

Max Pechmann für FilmundBuch schrieb am: 20.04.2016 eine Rezension zu: Totmacher 6

Gerd Frank schließt mit dem sechsten Band seine Serie über historische Serienmörder. Ziel der Reihe war es, das sowohl kriminalistische als auch soziale Phänomen Serienmörder in den verschiedenen Kontinenten und Kulturkreisen zu erfassen. Dieses Ziel ist dem Autor mehr als nur geglückt. Ein jeder Band liefert spannende und informationsreiche Darstellungen über das Thema. Band sechs nun setzt sich mit Serienmördern in Mittel- und Südamerika auseinander. Hierfür recherchierte der Südamerikaexperte in verschiedenen Quellen und fand für alle lateinamerikanischen Länder hoch interessante Fälle.

Die Kriminalitätsraten in vielen dieser Länder sind ungeheuer hoch. Schuld daran ist einerseits die hohe Arbeitslosigkeit, andererseits die starke Korruption und die fehlerhafte Politik. Trotz Modernisierungsbemühungen zerbrechen diese Gesellschaften. Der Historiker Michael Kirchschlager lieferte zu diesem Band ein interessantes Nachwort, das man sich jedoch vor dem Lesen der einzelnen Kriminalfälle vornehmen sollte. Denn hier erklärt Kirchschlager den sozialen und historischen Hintergrund, innerhalb dessen man die einzelnen Fälle betrachten sollte.

Gerd Frank gab sich alle Mühe, um einen detaillierten Überblick der diversen Untaten präsentieren zu können. So reichen die Fälle vom 19. Jahrhundert bis in die 2000er. Die meisten Täter stammen aus armen Familien und zerstörten Familienverhältnissen. In einem Fall aber war es der Sohn eines Diplomaten, der zum Serienmörder wurde. Der jüngste Täter war gerade einmal 15 Jahre alt, als er mehrere Morde verübte. Die besondere Grausamkeit und soziale Destruktion macht sich dann bemerkbar, wenn der Leser von Tätern erfährt, die ihre Morde aus reinem Vergnügen begangen haben. Zu den Tätern zählten nicht nur Männer. So eröffneten drei Schwestern ein Bordell, in dem sie junge Mädchen aus armen Verhältnissen ausnutzten und danach brutal ermordeten.

Wie immer bemüht sich Gerd Frank, den Blickwinkel nicht allein auf die Fälle zu beschränken. Zugleich versucht er, hinter die Biographien der Mörder sowie deren Opfer zu kommen. Zugleich durchleuchtet er die Arbeit der Polizei und der Gerichte, wobei er auf unglaubliche Dinge stößt. Einmal wurde ein Serienmörder einfach wieder frei gelassen, ein anderer erhielt eine Gefängnisstrafe von gerade einmal vier Jahren.

Gerd Franks letzter Band ist nicht nur spannend, sondern zugleich ungemein aufwühlend. Die Berichte über das soziale Elend und korrupte Polizeibeamte zeigen objektiv, dass der Modernisierungsprozess in den südamerikanischen Ländern nicht wirklich voranschreitet. Die in Deutschland einzigartige Buchreihe hat mit dem sechsten Band einen krönenden Abschluss gefunden.

Gerd Frank: Totmacher 6. Das Monster der Anden und andere unheimliche Kriminalfälle lateinamerikanischer Serienmörder (1880-2014). Verlag Kirchschlager 2016, 200 Seiten, 12,80 Euro, ISBN: 978-3934277618.


Max Pechmann für FilmundBuch schrieb am: 14.04.2016 eine Rezension zu: Thüringer Mord-Pitaval (Band1)

Als Pitaval bezeichnet man eine Sammlung historischer Kriminalfälle. Der Archivar und Autor Frank Esche hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine solche Sammlung für Thüringen zu erstellen. Der Band umfasst 15 Schwerstverbrechen, die sich zwischen den Jahren 1766 und 1938 zugetragen haben.

Es handelt sich dabei vor allem um Morde und Doppelmorde. Ursachen für die Gräueltaten waren meistens Habgier, aber auch verschmähte Liebe konnte als Grund für den einen oder anderen Mord ausfindig gemacht werden. Frank Esche fand die Quellen für die diversen Mordfälle in den thüringischen Staatsarchiven. Akribisch ging er den jeweiligen Fällen nach, was sich auf das Buch überaus positiv auswirkt. Denn vor dem Leser entfalten sich nicht nur spannende Kriminalfälle, sondern zugleich detaillierte Momentaufnahmen historischer Ereignisse.

Hierbei geht Esche auch sehr genau auf die Arbeit der Polizei ein. Es ist wirklich überraschend, mit welcher Sorgfalt bereits Ende des 18. Jahrhunderts bei Kriminalfällen ermittelt wurde. Esche beschreibt jedoch nicht allein die Arbeit der Polizei, sondern geht auch auf die jeweiligen Verläufe der Gerichtsprozesse ein. Hierbei zitiert er aus Briefen, Gerichtsdokumenten und Zeitungsartikeln.

Dem Leser begegnen dabei Menschen, die aus Geldnot oder aus reiner Habgier mordeten, die ihre Frau umbrachten, um ihre Geliebte heiraten zu können, und auch Menschen, die ihre Geliebte umbrachten, da diese von ihnen nichts mehr wissen wollte. Aber auch Serienmörder und Triebtäter treten in Erscheinung. In einem der Fälle tranken zwei Frauen das Blut eines hingerichteten Raubmörders, da sie sich dadurch Heilung von ihren Krankheiten erhofften.

Die einzelnen Fälle lesen sich nicht nur wie dichte Kriminalgeschichten, sondern vermitteln zugleich einen lebendigen Einblick in die Geschichte. Auch geht Esche auf die Biografien der Täter als auch der Opfer ein. Somit verfolgt der Leser den “Werdegang” der jeweiligen Straftäter bis zur Verkündigung ihres Urteils. All dies macht Frank Esches “Thüringer Mord-Pitaval” zu einem sehr spannenden und zugleich informationsreichen Buch, das man nicht so schnell aus der Hand legt.

Frank Esche. Thüringer Mord-Pitaval. Verlag Kirchschlager 2016, 285 Seiten, 12,95 Euro, ISBN: 978-3-934277-65-6.


Heidi Zengerling schrieb am: 21.03.2016 eine Rezension zu: Emil - Mit Mama im Moor



Ich war dabei und möchte euch berichten, wie mir gefallen hat, was Autor und Illustrator erarbeitet haben. Ich muss ehrlich sagen, dieses Drachengeschichten stehen Ingo Siegners “Drachen Kokosnuss” in nichts nach – im Gegenteil !!!!

Ich finde die Arbeit des Illustrators einfach hervorragend. Bin von seiner Art zu zeichnen angetan und mag seine Charakter- und Szenendarstellung ausnahmslos. Auch in diesem Buch hat er wieder saubere Arbeit geleistet und Zeichnungen erschaffen, die für Kinder wie Erwachsene betrachtenswert und aussagkräftig sind.

Zur Geschichte kann ich mich ebenfalls nur positiv auslassen, da ich sie rundherum gelungen finde. Sowohl Spannung ist gegeben, als auch lehrreicher Inhalt, der ohne erhobenen Zeigefinger spannend und kindgerecht dargeboten wird.

Emil erlebt im Moor zahlreiche Abenteuer und so lernen die Kinder mit ihm seine Kameraden und auch Feinde kennen – ihre Besonderheiten und Erlebnisse, die alle zusammenbringen. Er ist erst einmal allein, traurig, dass er niemanden hat, dann aber schließt er im Moor schnell Freundschaften und erlebt zahlreiche Abenteuer.

Freundschaft ist Hintergrund und das Leben im Jahreskreis, die verschiedenen Wetterbedingungen, die Emil allesamt mag, ob Sonne, Sturm oder Regen. Emil verzaubert die kleinen Leser, ich konnte es erfahren, als ich einem 9jährigen Mädchen aus dem Buch vorlas und es fasziniert und bezaubert war, Fragen stellte und selbst las und las und las …

Michael Kirchschlager entführt die kleinen Leser in des Drachen Emils Welt und lässt sie an den versteckten Informationen rund um Flora und Fauna teilhaben, nutzt die wörtliche Rede und lässt die Geschichte zu einer Fabel werden, in die sich Kinder sehr leicht hineinversetzen können – davongetragen werden in das Moor und zu Emil und seinen Freunden.

Leseprobe:

Mischa sucht „Honi“

Die leichten Stürme der Nacht vertrieben die Regenwolken und die drückende schwüle Luft. Sonnenstrahlen zusammen mit einem frischen Wind erweckten das Moor und die benachbarten Heiden und Wälder zu neuem Leben. Dicke Hummeln flogen emsig von Blüte zu Blüte und die Bewegungen der Blätter erfüllte die Luft mit einem beruhigenden Rauschen. Nur eine Krähe flog heiser krächzend über die Moorwiese. Ansonsten blieb alles friedlich.

Emil lag lang ausgestreckt neben seiner Mama im Moorsee und sah zum nahen Waldrand, der dunkel und furchteinflößend wirkte. … Man kann hier sehr gut erkennen, dass der Autor sich häufig bildhafter Adjektive bedient, die es dem kleinen Leser ermöglichen, die Geschichte wie einen Kinofilm zu erleben, lebendig werden zu lassen. Ein wundervolles gelungenes Projekt – eine perfekte Einheit aus Wort und Bild – für Kinder absolut empfehlenswert, wenn man Spannung und Lehrreiches vermitteln möchte.


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