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VERLAG FÜR KRIMINAL- und RECHTSGESCHICHTE /
THÜRINGER KULTURGESCHICHTE

Neuerscheinung:

0057

Anthologie Dark Crime

Emil aus der Drachenschlucht


Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde unserer Bücher!

Die meisten unserer Verlagsausgaben sind hochwertige, fadengeheftete, durchgehend illustrierte Hardcoverbände in kleiner Auflagenhöhe. Aus diesem Grund finden Sie uns auch nicht inmitten billiger Massenartikel oder in diversen Handelsketten. Bestimmte Titel, wie z. B. HISTORISCHE SERIENMÖRDER oder DAS OBSCURUM werden deshalb fortan nur noch direkt über unsere Internetseite (portofrei) oder Amazon.de (hier auch antiquarisch) ausgeliefert. Ihre Online-Bestellung hilft, uns in unserer klaren Vorstellung von einer Kultur des Buches zu unterstützen.

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Aktuelle Rezensionen:

Wolfgang Brandt (geisterspiegel.de) schrieb am: 11.03.2013 eine Rezension zu: Emil aus der Drachenschlucht

Vor vielen, vielen Millionen Jahren hauste ein Lindwurm in der südlich von Eisenach gelegenen Drachenschlucht und soll sich durch sie gewunden haben. So die Sage. Vielleicht waren es auch Drachen, die in der Klamm wohnten. Jedenfalls könnte laut Michael Kirchschlager der kleine Drache Emil von diesen abstammen.
Der Autor nimmt mit »Emil aus der Drachenschlucht« die jungen Leser auf eine abenteuerliche Reise durch die Geschichte Thüringens. Begleitet werden sie dabei von Professor Jakoble, einer pechschwarzen Rabenkrähe. In den einzelnen Geschichten erfahren die Kids unter anderem etwas über die älteste erhaltene Natursteinbrücke Thüringens, über das thüringische Adelsgeschlecht sowie über die Gründung der ludowingischen Stadt Weißensee.
»Emil aus der Drachenschlucht« eignet sich perfekt für die kleinen Erstleser. Jedes Kapitel ist kurz gehalten und die Schrift gut lesbar. Zudem gibt es zu den Geschichten passende Illustrationen von Steffen Grosser.
Michael Kirchschlager gelingt es mit einem ausgereiften Schreibstil und einfachen, kindgerechten Worten, die Helden seiner Geschichten zu charakterisieren und Emil behutsam von einer Situation in die nächste zu schicken.


Eskalina schrieb am: 17.12.2012 eine Rezension zu: Hans Stahl und der Tod der Rosen

Ich habe in der letzten Zeit ein Lesetief, was historische Romane betrifft, doch da ich dieses Buch geschenkt bekommen habe, und mir der Autor als Historiker bekannt ist, war ich sehr interessiert, wie sich diese historische Kriminalerzählung lesen lassen würde. Die Handlung wird aus der Sicht des Hans Stahl, dem Hauptmann der Arnstädter Stadt- und Schlosswache erzählt, einer historisch belegten Person, der in der Zeit von 1589 bis 1638 in Arnstadt gelebt hat. Es geht um den Mord an der Schönfrau Rebecca Langhaar, die erwürgt im Abort des Bordells gefunden wird. Schnell hat der Amtsrichter einen Schuldigen gefunden, der jedoch bis zum Schluss behauptet, er sei unschuldig. Hans Stahl ist durch sein Amt immer vor Ort, wenn in der Stadt etwas Ungewöhnliches passiert, so wird er einige Zeit später auch gerufen, um auf Anordnung des Amtsrichters Madame Apolonia zu verhaften, die als Mutter Oberin das Hurenhaus führt.
Dass schon wieder jemand aus dem Bordell auffällig wird, kommt Hans merkwürdig vor, doch es wird weitere Vorkommnisse geben und alle scheinen nur einem Zweck zu dienen, den wirklichen Täter ungeschoren davonkommen zu lassen.
Man merkt der Handlung sofort die Handschrift des Historikers an. Sorgfältig recherchiert und mit viel Wissen um die Zeit lässt er seine Hauptfigur berichten. Auch viele Begriffe aus der Handlungszeit werden verwendet, die teilweise in Fußnoten erklärt werden. Das zusammen mit der Sprache, die so klingt, wie man sie sich von jemandem aus diesem Jahrhundert vorstellt. Sehr gut gefällt mir der Mix von historisch belegten Fakten und Fiktion. Eingebettet in die historischen Ereignisse, wie die Pest, oder der Reformation wirkt das Ganze allein dadurch schon authentisch.
Durch viele kleine Beschreibungen des Alltags der Stadtbevölkerung, ihren normalen täglichen Verrichtungen und auch der verschiedenen Stände, wird das lebendige und realistisch wirkende Bild abgerundet.
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt nicht auf der Ermittlung und der Kriminalhandlung, sondern es ist eher das Drumherum, dass sehr sorgfältig beschrieben wird. So gerät der Krimi zwar ein wenig in den Hintergrund, doch man erfährt sehr viel über die damaligen Verhältnisse und hat hier keinen historischen Roman" vor sich, dessen Handlung in jeder beliebigen Zeit hätte spielen können und nur aus Gründen des Profits in irgendein vergangenes Jahrhundert verlegt wurde.
Mein Fazit: Für Freunde von gut recherchierter Geschichte sehr lesenswert.


Heinz Stade, Erfurt schrieb am: 24.11.2012 eine Rezension zu: Praktisches Handbuch für Jäger

Für einige der über 10 000 Thüringer Jäger stehen noch bis Monatsende „Hubertusmessen“ in den Kalendern. Der Arnstädter Verlag Kirchschlager begleitet die Hauptjagdzeit mit der Neuauflage eines historischen Handbuches
Noch bis Ende des Monats November verzeichnet der Kalender des Landesjagdverbandes Thüringen in hiesigen Kirchen stattfindende „Hubertusmessen“. Dazu eingeladen sind wie immer alle Freunde des Weidwerkes, der Natur und des Hörnerklangs. Man trifft sich, um jenen Mann zu huldigen, der zunächst als Pfalzgraf am Hof Theoderichs III. in Paris, später in Metz am Hofe Pippins des Mittleren wirkte, nach dem Tod seiner Frau als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen lebte und dort apostolisch tätig war: Hubertus, der 705 zum Bischof wurde. Eine mittelalterliche Legende erzählt, dass er auf der Jagd von einem prächtigen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih bekehrt wurde und so zum Schutzpatron der Jagd, der Natur und Umwelt erklärt wurde. Dem später heiliggesprochenen Hubertus widmen auch die zirka 10 500 Jagdfrauen und –männer in Thüringen regelmäßig eine „Hubertusjagd“ und eine „Hubertusmesse“.
Eine Umfrage unter Anwärtern unserer Tage auf den auch „Grünes Abitur“ genannten Jagdschein ließ deutlich werden, wie hierzulande der Jäger der Zukunft aussieht: Er ist im Durchschnitt 35 Jahre, kommt aus der Mitte der Gesellschaft und – man staune – die Zahl der Weidfrauen unter ihnen steigt stetig an. Die Hauptjagdzeit, so Verbandsgeschäftsführer Frank Herrmann gegenüber unserer Zeitung, erstreckt sich in Thüringen jährlich vom 1. Mai bis 15. Januar.
Wie sich das Jagdwesen entwickelt hat und welche Konstanten bis heute gelten, das lässt sich gut ablesen und anschauen in einem jetzt auf den Markt gekommenen wunderbaren, mit Blick auf die 800 Seiten Umfang geradezu monumentalen Werk zum Thema, dem „Praktischen Handbuch für Jäger“. Verfasst hat es der passionierte Jäger und Maler Otto Grashey (1833-1912). Auch zahlreiche der etwa 200, teils farbigen Jagdszenen und Tierbilder dieses Buches stammen von ihm. Das vormalige Standardwerk für Jäger wieder ausgegraben und heutigen Interessenten mit einem aktuellen fachlichen Begleittext des Forsthistorikers Michael Kolbe zugänglich gemacht zu haben, ist das Verdienst des Verlages Kirchschlager Arnstadt. Als Hardcover im moosgrünen Schuber vorgelegt (Preis 78,00 Euro), erweist es sich per se als ästhetischer Genuss. Hier kommt auch der Freund kultivierter, leicht verständlicher alter Sprache auf seine Kosten. Natürlich werden sich vor allem Jäger dieses Werk anschaffen. Aber auch wem die Jagd bisher ein Buch mit sieben Siegeln ist, das er jedoch für sich öffnen können möchte, dem darf dieses Buch als guter Fang empfohlen werden. Dass man bei der Lektüre überdies „Aha-Effekte“ erzielen kann, man wie nebenher aufgeklärt wird über die Herkunft von in unserem Alltag geläufigen Worten, liegt wohl in der sprichwörtlichen Natur der Sache. „Sonntagsschütze“ oder „Platzhirsch“ sind nur zwei der vielen Beispiele. Wenn Nachwort-Autor Kolbe in der Gegenwart einen möglichen Werteverfall der Jagd aufscheinen sieht, so kann dieses Buch einen Beitrag leisten, um die auch in dieser Zeitung immer wieder angesprochenen Probleme des Verhältnisses Jagd – Natur – Umwelt besser zu verstehen.


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